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Finanzen Ratgeber

Photovoltaik Steuerförderung 2026: EEG & KfW-Zuschüsse | Vollständiger Guide

Photovoltaik Steuerförderung 2026: Neben EEG-Vergütung und KfW-Förderung gibt es zahlreiche steuerliche Vorteile für Solaranlagen. Erfahren Sie alles über die optimale steuerliche Gestaltung.

8,5ct/kWh EEG-Vergütung 2026
19% Steuerliche Abschreibung
10 Jahre Steuerbefreiung Einnahmen

EEG-Vergütung & Einspeisevergütung 2026

Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die wichtigste Einnahmequelle für Photovoltaik-Anlagen. 2026 sinkt die Vergütung leicht, bleibt aber attraktiv.

EEG-Vergütung 2026 im Überblick

Anlagengröße
Vergütung 2026
Garantiezeit
jährl. Degression
≤ 10 kWp
8,5 ct/kWh
20 Jahre
-9%
≤ 40 kWp
7,1 ct/kWh
20 Jahre
-9%
≤ 100 kWp
5,8 ct/kWh
20 Jahre
-9%

Wie funktioniert die EEG-Vergütung?

  • Garantierte Vergütung: 20 Jahre feste Einspeisevergütung
  • Automatische Auszahlung: Über Ihren Netzbetreiber
  • Marktprämie: Alternative zur festen Vergütung
  • Direktvermarktung: Höhere Einnahmen durch Marktprämie

Marktprämie vs. feste Vergütung:

Feste EEG-Vergütung

  • Sichere Einnahmen garantiert
  • 20 Jahre Preisstabilität
  • Einfache Abwicklung
  • Geringere Anfangsrendite

Marktprämie

  • Potenziell höhere Einnahmen
  • Teilnahme am Strommarkt
  • Komplexere Abwicklung
  • Höheres Risiko

Einnahmenberechnung Beispiel

10 kWp Anlage, 850 kWh/kWp Jahresertrag:

  • Jahresertrag: 8.500 kWh
  • EEG-Vergütung: 8,5 ct/kWh = 722,50€
  • Eigenverbrauch (30%): 2.550 kWh × 25 ct = 637,50€
  • Gesamteinnahmen: 1.360€ pro Jahr

KfW-Förderung für Photovoltaik

Die KfW bietet zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse für Photovoltaik-Anlagen.

KfW-Programm 270Konditionen
ZinssatzAb 1,5% effektiv
LaufzeitBis 20 Jahre
TilgungszuschussBis 30%
Max. Kredithöhe150.000€

PV-Anlage

20-25% Zuschuss

Speicher

25-30% Zuschuss

Wallbox

30-35% Zuschuss

1

Registrieren

KfW-Portal

2

Angebot

Installateur

3

Antrag

Online stellen

4

Bewilligung

2-4 Wochen

Steuerliche Vorteile & Abschreibungen

Photovoltaik-Anlagen bieten umfangreiche steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten.

10 Jahre Steuerfrei

Vollständige Steuerbefreiung

5%/Jahr Abschreibung

20 Jahre linear

20% Sonder-AfA

§ 7g EStG im 1. Jahr

SteuervorteilPrivatanlegerGewerbetreibende
Steuerbefreiung10 Jahre10 Jahre
Lineare Abschreibung20 Jahre
Sonder-AfABis 20%
KomplexitätEinfachBuchführung
Beispiel: 20 kWp Anlage (25.000€)

Steuerbefreiung: 10.000€ | AfA: 1.250€/Jahr | Sonder-AfA: 5.000€ | Gesamt: 26.250€ über 20 Jahre

Vorteile für Unternehmen & Gewerbetreibende

Unternehmen profitieren besonders von den steuerlichen Vorteilen der Photovoltaik. Die Kombination aus Steuerbefreiung und Abschreibung macht PV-Anlagen besonders attraktiv.

Steuerbefreiung10 Jahre keine Gewerbesteuer auf PV-Erträge
AbschreibungErhöht den Gewerbeverlust
VerlustvortragBis zu 5 Jahre möglich
HebesatzSpart bis zu 20% der Einkommensteuer

Stromkosten

100% absetzbar (auch E-Auto)

Wartung

Laufende Betriebsausgaben

Versicherung

PV-Versicherung absetzbar

Zinsen

Kreditkosten absetzbar

FinanzierungsmodellVorteil
MietmodelleSteuerliche Vorteile für Mieter
LeasingBetriebsausgaben statt Investition
ContractingVollständige Fremdfinanzierung
Unternehmensvorteile PV-Anlage

Bis zu 50% Steuerersparnis | Günstiger Eigenstrom | Nachhaltiges Image | Immobilienwert erhöht sich | Inflationsschutz

Photovoltaik in der Steuererklärung

Die steuerliche Behandlung von Photovoltaik-Anlagen hängt von der Rechtsform und der Nutzung ab. Bei privater Nutzung ist die Handhabung einfach, bei gewerblicher Nutzung komplexer.

KriteriumPrivate PVGewerbliche PV
AnlageformAnlage GEÜR / Bilanzierung
Steuerbefreiung10 Jahre10 Jahre
EigenverbrauchNicht steuerpflichtigEntnahme
Abschreibung-20 Jahre linear
EinnahmenEEG-Vergütung und Eigenverbrauchsersparnis
AusgabenAnschaffungskosten, Betriebskosten, Abschreibungen
AnlagenVerzeichnis der Wirtschaftsgüter
NachweiseInbetriebnahmeprotokoll, EEG-Anmeldung
1

EÜR erstellen

Einnahmen-Überschuss-Rechnung

2

AfA eintragen

Anschaffung & Abschreibung

3

Kosten

Betriebskosten dokumentieren

4

Befreiung

10 Jahre prüfen

Häufige Fehler vermeiden

Falsche Anlageform | Vergessene Abschreibungen | Fehlende Nachweise | Verfrühte Steuerzahlung

Steuerliche Optimierungsmöglichkeiten

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die steuerlichen Vorteile einer PV-Anlage zu maximieren. Die optimale Gestaltung hängt von der individuellen Situation ab.

Timing

Inbetriebnahme zum Jahresende

Sofort-AfA

Sofortabschreibung nutzen

Verluste

Mit anderen Einkünften verrechnen

Handwerkerbonus

20% Nachlass

RechtsformVorteilNachteil
EinzelunternehmenEinfachVolle Haftung
GbRFür Ehepaare optimalGemeinsame Haftung
GmbH & Co. KGMax. SteuervorteileAufwand
VorsteuerabzugBei gewerblicher Nutzung
VersicherungenAls Betriebsausgaben
EU-AuslandHöhere Vergütungen möglich
DBA beachtenDoppelbesteuerungsabkommen

Optimierungsstrategien 2026

Steuerbefreiung maximieren

  • 10 Jahre volle Befreiung nutzen
  • Timing optimal wählen
  • Verluste vortragen
  • Internationale Strukturen prüfen

Abschreibungen optimieren

  • Sonderabschreibungen nutzen
  • Lineare AfA voll ausschöpfen
  • Pooling mit anderen Investitionen
  • Steuerliche Verlustzuweisung

Kosten minimieren

  • Handwerkerbonus sichern
  • Vorsteuerabzug maximieren
  • Effiziente Betriebsführung
  • Versicherungsoptimierung

Optimale Rechtsform für PV-Anlagen

Die Wahl der richtigen Rechtsform ist entscheidend für die steuerliche Optimierung einer PV-Anlage. Jede Rechtsform hat spezifische Vor- und Nachteile.

Einzelunternehmen:

  • Vorteile: Einfach, geringe Gründungskosten
  • Nachteile: Volle persönliche Haftung
  • Steuern: Einkommensteuer auf Gewinne
  • Empfehlung: Für kleinere Anlagen bis 30 kWp

GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts):

  • Vorteile: Mehrere Gesellschafter möglich, flexible Gestaltung
  • Nachteile: Gesamtschuldnerische Haftung
  • Steuern: Gewinne werden den Gesellschaftern zugerechnet
  • Empfehlung: Für Ehepaare und Familien ideal

GmbH & Co. KG:

  • Vorteile: Beschränkte Haftung, steuerliche Optimierung
  • Nachteile: Hoher Gründungsaufwand, laufende Kosten
  • Steuern: Thesaurierung möglich, Gewerbesteuer sparen
  • Empfehlung: Für größere Anlagen ab 100 kWp

Steuerliche Vor- und Nachteile:

Beratungsempfehlung:

Die Wahl der optimalen Rechtsform sollte immer in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater und Rechtsanwalt erfolgen. Die Entscheidung hängt von der geplanten Anlagengröße, der Anzahl der Investoren und den persönlichen Zielen ab.

Steuerliche Aspekte beim Anlagenverkauf

Der Verkauf einer PV-Anlage hat erhebliche steuerliche Auswirkungen. Die genauen Regelungen hängen vom Zeitpunkt des Verkaufs und der Rechtsform ab.

Verkauf innerhalb 10 Jahren:

  • Steuerbefreiung: Verkaufserlös ist steuerfrei
  • Abschreibungen: Bereits vorgenommene AfA bleiben bestehen
  • Nachversteuerung: Keine rückwirkende Besteuerung
  • Veräußerungsgewinn: Vollständig steuerbefreit

Verkauf nach 10 Jahren:

  • Steuerpflicht: Veräußerungsgewinn unterliegt der Einkommensteuer
  • Bewertung: Aktuelle Verkehrswerte abzüglich Buchwerte
  • Abschreibungen: Rest-AfA wird berücksichtigt
  • Haltefrist: 1 Jahr für private Veräußerungsgeschäfte

Steuerliche Optimierung beim Verkauf:

  • Timing: Innerhalb der 10-jährigen Steuerbefreiung
  • Verkaufspreis: Überhöhte Preise vermeiden
  • Dokumentation: Alle Unterlagen aufbewahren
  • Rechtsform: Optimale Gestaltung prüfen

Steuerliche Folgen beim Verkauf

Beispiel: 20 kWp Anlage nach 8 Jahren verkauft:

  • Verkaufspreis: 15.000€
  • Buchwert: 5.000€ (nach Abschreibungen)
  • Veräußerungsgewinn: 10.000€
  • Steuerlast: 0€ (innerhalb 10 Jahre)

Ausblick PV-Steuerförderung 2026-2030

Die steuerliche Förderung der Photovoltaik wird sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Der Fokus liegt auf der Marktdurchdringung und der Integration in die Energiewende.

Entwicklungen 2026-2030:

  • Steuerbefreiung: Möglicherweise Verlängerung auf 15 Jahre
  • Abschreibungen: Erhöhte Sonderabschreibungen möglich
  • EU-Harmonisierung: Angleichung der Fördersysteme
  • Digitalisierung: Vollständig elektronische Antragstellung

Neue Förderinstrumente:

  • CO2-Preis: Höhere Einnahmen durch Emissionszertifikate
  • Netzausbau: Förderung dezentraler Energieerzeugung
  • Speicherförderung: Erhöhte Zuschüsse für Batteriespeicher
  • Sektorkoppelung: Wärme- und Mobilitätsförderung

Marktentwicklung:

  • Installierte Leistung: 200 GW bis 2030 angestrebt
  • Kostendegression: Weiter sinkende Systemkosten
  • Marktanteil: 50% des Stroms aus PV bis 2030
  • Export: Deutsche Technologie weltweit gefragt

Photovoltaik 2030

  • Steuerbefreiung: Lebenslange Befreiung möglich
  • Abschreibungen: Sofortabschreibung aller Kosten
  • Förderung: 50% Zuschuss für alle Anlagen
  • Integration: PV als Standard bei Neubauten

Quellen & Rechtliche Hinweise

Die Informationen zur Photovoltaik-Steuerförderung basieren auf aktuellen Gesetzen und Förderrichtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie des Bundesfinanzministeriums.

Rechtliche Grundlagen:

  1. Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023): Einspeisevergütung und Marktprämie
  2. Einkommensteuergesetz (EStG): §§ 4, 5, 6b, 23 EStG - Steuerbefreiung und Abschreibung
  3. KfW-Förderprogramm 270: Richtlinien für Photovoltaik-Förderung
  4. BMWK-Richtlinien: Förderung erneuerbarer Energien
  5. EEG-Umlageverordnung: Details zur EEG-Vergütung

Förderstellen und Behörden:

  • KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau - Förderprogramme
  • BNetzA: Bundesnetzagentur - Netzanschluss und EEG
  • BAFA: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
  • Finanzamt: Zuständig für steuerliche Fragen
  • Netzbetreiber: Lokale Stadtwerke oder Übertragungsnetzbetreiber

Fachliche Quellen und Studien:

  • BDEW: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
  • BSW-Solar: Bundesverband Solarwirtschaft
  • IEA: International Energy Agency - Solar PV Reports
  • Agora Energiewende: Studien zur Energiewende
  • DIW Berlin: Wirtschaftliche Analysen

Wichtiger Hinweis: Die Förderlandschaft für Photovoltaik entwickelt sich dynamisch. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf den Websites der Förderstellen oder bei zertifizierten Fachbetrieben. Für eine individuelle Beratung zu Ihrer PV-Anlage empfehlen wir die Konsultation eines qualifizierten Steuerberaters und eines zertifizierten Solarteur-Unternehmens.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die EEG-Vergütung für Photovoltaik 2026?

Die EEG-Vergütung beträgt 8,5 Cent pro Kilowattstunde für neue Anlagen bis 10 kWp. Für größere Anlagen sinkt der Satz auf 7,1 Cent/kWh.

Wie lange gilt die Einspeisevergütung?

Die garantierte Einspeisevergütung gilt für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Danach erhalten Sie den Marktpreis für eingespeisten Strom.

Gibt es KfW-Förderung für Photovoltaik?

Ja, die KfW bietet zinsgünstige Kredite (ab 1,5%) und Tilgungszuschüsse bis zu 30% der Investitionskosten für PV-Anlagen.

Sind Einnahmen aus PV-Anlagen steuerpflichtig?

Grundsätzlich ja, aber es gibt eine Steuerbefreiung für die ersten 10 Jahre. Danach unterliegen die Einnahmen der Einkommensteuer.

Wie hoch ist die steuerliche Abschreibung für PV-Anlagen?

PV-Anlagen können über 20 Jahre linear abgeschrieben werden. Zusätzlich gibt es Sonderabschreibungen von bis zu 20% im Jahr der Anschaffung.

Verfasst von

WechselSofort Redaktion

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