Photovoltaik Steuerförderung 2026: EEG & KfW-Zuschüsse | Vollständiger Guide
Photovoltaik Steuerförderung 2026: Neben EEG-Vergütung und KfW-Förderung gibt es zahlreiche steuerliche Vorteile für Solaranlagen. Erfahren Sie alles über die optimale steuerliche Gestaltung.
EEG-Vergütung & Einspeisevergütung 2026
Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die wichtigste Einnahmequelle für Photovoltaik-Anlagen. 2026 sinkt die Vergütung leicht, bleibt aber attraktiv.
EEG-Vergütung 2026 im Überblick
Wie funktioniert die EEG-Vergütung?
- Garantierte Vergütung: 20 Jahre feste Einspeisevergütung
- Automatische Auszahlung: Über Ihren Netzbetreiber
- Marktprämie: Alternative zur festen Vergütung
- Direktvermarktung: Höhere Einnahmen durch Marktprämie
Marktprämie vs. feste Vergütung:
Feste EEG-Vergütung
- Sichere Einnahmen garantiert
- 20 Jahre Preisstabilität
- Einfache Abwicklung
- Geringere Anfangsrendite
Marktprämie
- Potenziell höhere Einnahmen
- Teilnahme am Strommarkt
- Komplexere Abwicklung
- Höheres Risiko
Einnahmenberechnung Beispiel
10 kWp Anlage, 850 kWh/kWp Jahresertrag:
- Jahresertrag: 8.500 kWh
- EEG-Vergütung: 8,5 ct/kWh = 722,50€
- Eigenverbrauch (30%): 2.550 kWh × 25 ct = 637,50€
- Gesamteinnahmen: 1.360€ pro Jahr
KfW-Förderung für Photovoltaik
Die KfW bietet zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse für Photovoltaik-Anlagen.
PV-Anlage
20-25% Zuschuss
Speicher
25-30% Zuschuss
Wallbox
30-35% Zuschuss
Registrieren
KfW-Portal
Angebot
Installateur
Antrag
Online stellen
Bewilligung
2-4 Wochen
Steuerliche Vorteile & Abschreibungen
Photovoltaik-Anlagen bieten umfangreiche steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten.
10 Jahre Steuerfrei
Vollständige Steuerbefreiung
5%/Jahr Abschreibung
20 Jahre linear
20% Sonder-AfA
§ 7g EStG im 1. Jahr
Steuerbefreiung: 10.000€ | AfA: 1.250€/Jahr | Sonder-AfA: 5.000€ | Gesamt: 26.250€ über 20 Jahre
Vorteile für Unternehmen & Gewerbetreibende
Unternehmen profitieren besonders von den steuerlichen Vorteilen der Photovoltaik. Die Kombination aus Steuerbefreiung und Abschreibung macht PV-Anlagen besonders attraktiv.
Stromkosten
100% absetzbar (auch E-Auto)
Wartung
Laufende Betriebsausgaben
Versicherung
PV-Versicherung absetzbar
Zinsen
Kreditkosten absetzbar
Bis zu 50% Steuerersparnis | Günstiger Eigenstrom | Nachhaltiges Image | Immobilienwert erhöht sich | Inflationsschutz
Photovoltaik in der Steuererklärung
Die steuerliche Behandlung von Photovoltaik-Anlagen hängt von der Rechtsform und der Nutzung ab. Bei privater Nutzung ist die Handhabung einfach, bei gewerblicher Nutzung komplexer.
EÜR erstellen
Einnahmen-Überschuss-Rechnung
AfA eintragen
Anschaffung & Abschreibung
Kosten
Betriebskosten dokumentieren
Befreiung
10 Jahre prüfen
Falsche Anlageform | Vergessene Abschreibungen | Fehlende Nachweise | Verfrühte Steuerzahlung
Steuerliche Optimierungsmöglichkeiten
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die steuerlichen Vorteile einer PV-Anlage zu maximieren. Die optimale Gestaltung hängt von der individuellen Situation ab.
Timing
Inbetriebnahme zum Jahresende
Sofort-AfA
Sofortabschreibung nutzen
Verluste
Mit anderen Einkünften verrechnen
Handwerkerbonus
20% Nachlass
Optimierungsstrategien 2026
Steuerbefreiung maximieren
- 10 Jahre volle Befreiung nutzen
- Timing optimal wählen
- Verluste vortragen
- Internationale Strukturen prüfen
Abschreibungen optimieren
- Sonderabschreibungen nutzen
- Lineare AfA voll ausschöpfen
- Pooling mit anderen Investitionen
- Steuerliche Verlustzuweisung
Kosten minimieren
- Handwerkerbonus sichern
- Vorsteuerabzug maximieren
- Effiziente Betriebsführung
- Versicherungsoptimierung
Optimale Rechtsform für PV-Anlagen
Die Wahl der richtigen Rechtsform ist entscheidend für die steuerliche Optimierung einer PV-Anlage. Jede Rechtsform hat spezifische Vor- und Nachteile.
Einzelunternehmen:
- Vorteile: Einfach, geringe Gründungskosten
- Nachteile: Volle persönliche Haftung
- Steuern: Einkommensteuer auf Gewinne
- Empfehlung: Für kleinere Anlagen bis 30 kWp
GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts):
- Vorteile: Mehrere Gesellschafter möglich, flexible Gestaltung
- Nachteile: Gesamtschuldnerische Haftung
- Steuern: Gewinne werden den Gesellschaftern zugerechnet
- Empfehlung: Für Ehepaare und Familien ideal
GmbH & Co. KG:
- Vorteile: Beschränkte Haftung, steuerliche Optimierung
- Nachteile: Hoher Gründungsaufwand, laufende Kosten
- Steuern: Thesaurierung möglich, Gewerbesteuer sparen
- Empfehlung: Für größere Anlagen ab 100 kWp
Steuerliche Vor- und Nachteile:
| Rechtsform | Steuerbefreiung | Abschreibung | Haftung | Aufwand |
|---|---|---|---|---|
| Einzelunternehmen | 10 Jahre | 20 Jahre | Unbeschränkt | Gering |
| GbR | 10 Jahre | 20 Jahre | Gesamtschuld | Mittel |
| GmbH & Co. KG | 10 Jahre | 20 Jahre | Beschränkt | Hoch |
Beratungsempfehlung:
Die Wahl der optimalen Rechtsform sollte immer in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater und Rechtsanwalt erfolgen. Die Entscheidung hängt von der geplanten Anlagengröße, der Anzahl der Investoren und den persönlichen Zielen ab.
Steuerliche Aspekte beim Anlagenverkauf
Der Verkauf einer PV-Anlage hat erhebliche steuerliche Auswirkungen. Die genauen Regelungen hängen vom Zeitpunkt des Verkaufs und der Rechtsform ab.
Verkauf innerhalb 10 Jahren:
- Steuerbefreiung: Verkaufserlös ist steuerfrei
- Abschreibungen: Bereits vorgenommene AfA bleiben bestehen
- Nachversteuerung: Keine rückwirkende Besteuerung
- Veräußerungsgewinn: Vollständig steuerbefreit
Verkauf nach 10 Jahren:
- Steuerpflicht: Veräußerungsgewinn unterliegt der Einkommensteuer
- Bewertung: Aktuelle Verkehrswerte abzüglich Buchwerte
- Abschreibungen: Rest-AfA wird berücksichtigt
- Haltefrist: 1 Jahr für private Veräußerungsgeschäfte
Steuerliche Optimierung beim Verkauf:
- Timing: Innerhalb der 10-jährigen Steuerbefreiung
- Verkaufspreis: Überhöhte Preise vermeiden
- Dokumentation: Alle Unterlagen aufbewahren
- Rechtsform: Optimale Gestaltung prüfen
Steuerliche Folgen beim Verkauf
Beispiel: 20 kWp Anlage nach 8 Jahren verkauft:
- Verkaufspreis: 15.000€
- Buchwert: 5.000€ (nach Abschreibungen)
- Veräußerungsgewinn: 10.000€
- Steuerlast: 0€ (innerhalb 10 Jahre)
Ausblick PV-Steuerförderung 2026-2030
Die steuerliche Förderung der Photovoltaik wird sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Der Fokus liegt auf der Marktdurchdringung und der Integration in die Energiewende.
Entwicklungen 2026-2030:
- Steuerbefreiung: Möglicherweise Verlängerung auf 15 Jahre
- Abschreibungen: Erhöhte Sonderabschreibungen möglich
- EU-Harmonisierung: Angleichung der Fördersysteme
- Digitalisierung: Vollständig elektronische Antragstellung
Neue Förderinstrumente:
- CO2-Preis: Höhere Einnahmen durch Emissionszertifikate
- Netzausbau: Förderung dezentraler Energieerzeugung
- Speicherförderung: Erhöhte Zuschüsse für Batteriespeicher
- Sektorkoppelung: Wärme- und Mobilitätsförderung
Marktentwicklung:
- Installierte Leistung: 200 GW bis 2030 angestrebt
- Kostendegression: Weiter sinkende Systemkosten
- Marktanteil: 50% des Stroms aus PV bis 2030
- Export: Deutsche Technologie weltweit gefragt
Photovoltaik 2030
- Steuerbefreiung: Lebenslange Befreiung möglich
- Abschreibungen: Sofortabschreibung aller Kosten
- Förderung: 50% Zuschuss für alle Anlagen
- Integration: PV als Standard bei Neubauten
Quellen & Rechtliche Hinweise
Die Informationen zur Photovoltaik-Steuerförderung basieren auf aktuellen Gesetzen und Förderrichtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie des Bundesfinanzministeriums.
Rechtliche Grundlagen:
- Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023): Einspeisevergütung und Marktprämie
- Einkommensteuergesetz (EStG): §§ 4, 5, 6b, 23 EStG - Steuerbefreiung und Abschreibung
- KfW-Förderprogramm 270: Richtlinien für Photovoltaik-Förderung
- BMWK-Richtlinien: Förderung erneuerbarer Energien
- EEG-Umlageverordnung: Details zur EEG-Vergütung
Förderstellen und Behörden:
- KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau - Förderprogramme
- BNetzA: Bundesnetzagentur - Netzanschluss und EEG
- BAFA: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
- Finanzamt: Zuständig für steuerliche Fragen
- Netzbetreiber: Lokale Stadtwerke oder Übertragungsnetzbetreiber
Fachliche Quellen und Studien:
- BDEW: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
- BSW-Solar: Bundesverband Solarwirtschaft
- IEA: International Energy Agency - Solar PV Reports
- Agora Energiewende: Studien zur Energiewende
- DIW Berlin: Wirtschaftliche Analysen
Rechtliche Hinweise:
- Steuergesetze können sich ändern - Stand: Dezember 2025
- EEG-Vergütung sinkt jährlich um 9% (Degression)
- KfW-Förderung muss vor Beginn der Maßnahmen beantragt werden
- Steuerbefreiung gilt nur für die ersten 10 Jahre nach Inbetriebnahme
- Konsultieren Sie einen Steuerberater für individuelle Beratung
- Förderungen sind regional unterschiedlich und können kombiniert werden
Wichtiger Hinweis: Die Förderlandschaft für Photovoltaik entwickelt sich dynamisch. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf den Websites der Förderstellen oder bei zertifizierten Fachbetrieben. Für eine individuelle Beratung zu Ihrer PV-Anlage empfehlen wir die Konsultation eines qualifizierten Steuerberaters und eines zertifizierten Solarteur-Unternehmens.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist die EEG-Vergütung für Photovoltaik 2026?
Die EEG-Vergütung beträgt 8,5 Cent pro Kilowattstunde für neue Anlagen bis 10 kWp. Für größere Anlagen sinkt der Satz auf 7,1 Cent/kWh.
Wie lange gilt die Einspeisevergütung?
Die garantierte Einspeisevergütung gilt für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Danach erhalten Sie den Marktpreis für eingespeisten Strom.
Gibt es KfW-Förderung für Photovoltaik?
Ja, die KfW bietet zinsgünstige Kredite (ab 1,5%) und Tilgungszuschüsse bis zu 30% der Investitionskosten für PV-Anlagen.
Sind Einnahmen aus PV-Anlagen steuerpflichtig?
Grundsätzlich ja, aber es gibt eine Steuerbefreiung für die ersten 10 Jahre. Danach unterliegen die Einnahmen der Einkommensteuer.
Wie hoch ist die steuerliche Abschreibung für PV-Anlagen?
PV-Anlagen können über 20 Jahre linear abgeschrieben werden. Zusätzlich gibt es Sonderabschreibungen von bis zu 20% im Jahr der Anschaffung.